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Ehemalige Direktorin des Instituts I verstorben

Trauer um Angelika A. Noegel

Die Uniklinik Köln, die Medizinische Fakultät und das Zentrum für Biochemie trauern um Frau Prof. Dr. Angelika A. Noegel, langjährige Direktorin des Instituts für Biochemie I, die am 19.01.2025 verstorben ist.

Frau Prof. Dr. Angelika A. Noegel wurde am 14.02.1952 in Bamberg geboren. Sie studierte in Würzburg Biologie als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes und promovierte 1979 bei Prof. Dr. Goebel an der Universität Würzburg mit dem Thema "Untersuchungen zur Funktion von hämolytischen Plasmiden in Escherichia coli". Von 1979 bis 1983 war sie als „Postdoctoral fellow“ an der Rockefeller University in New York tätig. Daran anschließend forschte sie bis 1997 als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Arbeitsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Biochemie, Abteilung Zellbiologie, in Martinsried bei München. 1997 wurde sie als C4 Professorin an das Institut für Biochemie, Medizinische Fakultät, Universität zu Köln, berufen. Seit dem Jahr 2000 war Frau Prof. Dr. Noegel EMBO Mitglied. Sie war außerdem Gutachterin für das ERC, EMBO, die DFG und weitere Forschungsorganisationen und Mitglied im Editorial Board des Journal of Cell Science. Mehr als 30 Jahre widmete sie den Großteil ihrer Forschung der einzelligen Amöbe Dictyostelium discoideum und veröffentlichte dazu bedeutende Ergebnisse im Zytoskelett- und Signaltransduktionsbereich und in der Genomik. Insbesondere war ihr Engagement beim multinationalen Dictyostelium Genomprojekt wesentlich für dessen erfolgreiche Durchführung. In ihrer Zeit als Direktorin am Institut für Biochemie erweiterte Frau Prof. Dr. Noegel ihre Forschungsaktivitäten sehr erfolgreich auf die Erforschung der Zusammensetzung und Funktionen der Proteinkomplexe, die den Zellkern mit dem Zytoskelett verbinden in der Maus und auf die genetischen Ursachen der Mikrozephalie beim Menschen. 

Wir sind Frau Prof. Dr. Angelika Noegel sehr dankbar für Ihre langjährige umsichtige Institutsleitung von 1997 bis 2017, ihr Engagement in der Lehre und den vorbildlichen Einsatz für die Fakultät. Mit ihr verlieren wir eine freundliche, ruhige und warmherzige Kollegin, eine hervorragende Mentorin, eine konsequente Unterstützerin von Frauen in der Forschung und eine äußerst engagierte und herausragende Wissenschaftlerin. Wir werden sie sehr vermissen.